julia mangold 08.06.2011 - 30.07.2011

Wir freuen uns, in unserer zweiten Einzelausstellung von Julia Mangold eine umfangreiche Auswahl neuer Skulpturen und Papierarbeiten präsentieren zu können.

Julia Mangolds Skulpturen beziehen sich auf die Minimal Art, insbesondere auf Donald Judd und Carl Andre, und definieren doch selbstbewusst eine eigenständige Position.
Wichtige Charakteristika der Minimal Art – reduzierte, geometrische Grundstrukturen (Primary Structures) ohne symbolische, illusionistische oder metaphorische Bezüge– finden sich in Mangolds Werken. Auch das Moment der seriellen Wiederholung tritt in abgewandelter Form in ihren häufig mehrteiligen Arbeiten auf. Ihre Arrangements sind jedoch nicht einförmig sondern arbeiten mit feinen Variationen. Mangolds Objekte entstammen deshalb auch nicht der industriellen Produktion sondern sind individuell von Hand gefertigt. Die Künstlerin ummantelt Holzkörper mit einer gleichmäßigen Schicht aus Wachs und Graphit. So liegt ein ebenmäßiger Schimmer über den in reduzierter Farbigkeit, Grau und Schwarz, gehaltenen Skulpturen. Die optisch sanfte, weiche Oberflächenwirkung, die sich daraus ergibt, steht in starkem Kontrast zur Härte der Konturen der streng linearen Formen – ein Gegensatz, der nun noch subtiler als in den früheren Stahlarbeiten zutage tritt.
Die gegenstandslose Objektkunst Mangolds lebt von Oberfläche und Volumen, und damit von der Wirkung, die sie im Raum erzeugt. Wie bei den Klassikern der Minimal Art ist der umgebende Raum wichtiger Bezugspunkt und essentieller Teil der Arbeiten.

Julia Mangold, geb. 1966, studierte Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste München und schloß 1996 als Meisterschülerin von Prof. Reineking ab. Seitdem hatte sie außergewöhnlich erfolgreiche Einzelausstellungen in New York, Chicago, London, Verona, Brüssel und Berlin. Ihre Werke sind in wichtigen Amerikanischen und Europäischen Sammlungen vertreten, u.a. in den Sammlungen Panza di Biumo, Sylvain Perlstein und Wynn Kramarsky. 1997 schuf sie 2 monumentale Wandarbeiten für das Maria-Elisabeth-Lüders-Haus des Deutschen Bundestages (Architekt Stephan Braunfels) in Berlin.

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